"Berliner Weinstraße Süd" - Fahrradtour

Im Gegensatz zur "Weinstraße Nord-Tour“ beschäftigt sich die "Weinstraße Süd- Tour“ nicht so sehr mit der Geschichte des Berliner Wein sondern schwerpunktmäßig mit dem heutigen Weinanbau. 

Der Startpunkt unserer „Berliner Weinstraße Süd-Tour“ richtet sich danach ob Sie mit dem eigenen Rad oder mit einem unserer City-Bikes an dieser Radtour teilnehmen. Mit dem eigenem Rad ist der Startpunkt an der Fritz-Wildung-Straße Ecke Hohenzollerndamm. Wer ein Leihrad benötigt kommt zu unserer Basis und wir starten mit einer kleinen S-Bahn-Fahrt.
                                                                                                                                Bild: U-Bahnhof Dahlem von Armin Kübelbeck

Die erste Station befindet sich auf einem der kuriosesten Anbauflächen des Berliner Weins, nämlich in einem alten Wilmersdorfer Sportstadion im Ortsteil Schmargendorf. Erbaut zwischen 1948 und 1951. Hier stehen nicht die Zuschauer in der Nordkurve sondern die Reben der Sorten „Weißer Riesling“ und „Ehrenfelser“, eine Neuzüchtung aus Riesling und Rivaner.
Dieser sehr wohlschmeckende Wein hat bei Versteigerungen schon bis zu 50 € pro Flasche erzielt.

Der Weg zur zweiten Station führt von Wilmersdorf nach Dahlem, in eine sehr schöne Süd-West-Berliner Villengegend. Dort werden wir am U-Bahnhof Dahlem vorbei radeln, dieser wurde übrigens 1987 in Japan zum schönsten U-Bahnhof Europas gekürt. Wir werden an Instituten der FU Berlin und dem Museumszentrum der Staatlichen Museen zu Berlin  vorbei nach Lichterfelde West radeln.

In Lichterfelde sehen wir bekannte Gebäude wie die Kaserne am Gardeschützenweg, wo heute der BND untergebracht ist oder den Charité Campus Benjamin Franklin. Wir sehen aber auch den Weinanbau unserer zweiten Station der Süd-Tour. Der Wein steht hier auf der wohl modernsten ausgestatteten Anbaufläche mit einer vollautomatischen Tropfenbewässerungsanlage. Sie befindet sich auf der ehemaligen 400 m² großen Gymnastikwiese der Max-von-Laue-Schule. In dieser Schule kümmern sich die Schüler um alles was den Weinanbau und die  Herstellung betrifft bis hin zur Etikettengestaltung. Die Schule hat sogar ein eigenes eingerichtetes Labor in dem die Schüler unter anderem die Oechsle-Grade selbst ermitteln können.

Der Weg zur dritten Station führt uns, auf einem der schönsten innerstädtischen Radwege Berlins, den Teltowkanal entlang. Die Weinanbaufläche liegt in Britz, einem Ortsteil im Bezirk Neukölln, urkundlich erstmals erwähnt 1237 und sie ist der größte Berliner Weingarten. Auf 4700 m² werden 28 verschiedene Weinsorten angebaut. Viktor, ein Moldavier, kümmert sich hier schon sehr lange engagiert mit viel Wissen um die verschiedenen Rebstöcke. Es besteht die Möglichkeit gegen eine Spende von 1€ den Wein zu verkosten.

Vorbei am Britzer Schloss fahren wir, wieder dem Teltowkanal ein Stück folgend, in Richtung Neukölln. In der Karl-Legien-Schule wird auf 700m² Wein angebaut. Dieser wird zu einem Cuvée der Trauben der Sorten Phönix, Ortega, Müller-Thurgau und Huxelrebe verarbeitet. In der Holzpresse gepresst wird der Wein hier auch gekeltert und reift anschließend im „Weinbunker“ (einem ehemaligen Luftschutzbunker) ein Jahr in Kunststoffbehältern und wird dann ausschließlich in 0,33l Flaschen abgefüllt. Das Besondere dieser Station ist, dass hier auch in jedem Jahr die Berliner Weinkönigin gekrönt wird. Doch nicht genug: Die Schüler kümmern sich nicht nur um den hier angebauten Wein sondern auch um den Wein in der Hessischen Landesvertretung in den Ministergärten zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor sowie um den Weinberg am Schloss Sanssouci in Potsdam.

Diese Station hinter uns lassend radeln wir gemütlich durch das belebte Neukölln um dann zu einem Höhepunkt der Tour zu kommen, den Landebahnen des mittlerweile geschlossenen Flughafens Tempelhof. Über diese radelnd geht’s direkt zur letzten Station, dem Kreuzberg.
Der Kreuzberg hat schon eine lange Weinbautradition, wobei der Wein an diesem Ort schon früh weichen musste, denn im Krieg gegen Napoleon wurden auf dem Berg 20 Geschütze aufgestellt um die gute Lage zu nutzen. Jahre später, 1968,  erinnerte man sich am Kreuzberg  als erstes wieder der jahrhundertealten Weinkultur und pflanzte  Rebstöcke der Sorten Riesling und Spätburgunder. Ein großer Irrtum, dem auch Berliner immer wieder erliegen ist, dass der Wein unterhalb des Nationaldenkmals als „Kreuz Neroberger“ verarbeitet wird. Das stimmt nicht, denn der Wein steht am Fuße des Bergs versteckt auf einem geschlossenen Gelände.

Am Ende der Besichtigung der letzten Station verabschieden wir uns nach einer ausgedehnten „Fahrrad-Weinanbautour“ durch fünf verschiedene Berliner Bezirke.
Wer mit einem Leihrad unterwegs ist folgt unserem Stadtführer zurück zur Basis. Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder mit der S-Bahn oder durchs Zentrum am Brandenburger Tor vorbei per Rad. Aber dies entscheiden wir immer am Kreuzberg, je nach Lust und Laune unserer Gäste.

BERLIN BIKE TOUR ist stolz darauf Ihnen diese zwei einmaligen Touren der Berliner Weinanbau-Geschichte präsentieren zu können. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten Schulen und Organisationen ganz herzlich, dass es uns ermöglicht wurde die vielen, nicht öffentlichen Stationen des Berliner Weinanbaus den interessierten Wein- und Geschichtsfreunden  präsentieren zu können. 

Achtung: Teilnehmer die ein Leihrad buchen, benötigen auch Fahrkarten für die S-Bahn. Die meisten Berlinbesucher besitzen eine, doch für das Rad wird  eine Zusatzkarte benötigt, diese kostet 1,50€ pro Fahrt.

 

Die Stationen der Tour sind:
+ Weinanbau im Stadion Wilmersdorf seit 1984 - der Wein ist ein Weißer Riesling mit dem Namen "Teufelströpfchen"
+ Weinanbau in der Max-von-Laue-Schule seit 2003 - auf 400m² stehen die Reben der Sorten Phönix und Regent
+ Weinanbau im Britzer Weingut seit 2002 - Berlins größter Weingarten, 28 Weinsorten auf 4700m² Anbaufläche 
+ Weinanbau in der Karl-Legien-Schule seit 1973 - auf 700m² reift der Wein für den "Rixdorfer Weinmeister" 
+ Weinanbau in der Gärtnerei Hofgrün seit 1968 - auf 400m² reift der Wein für den "Kreuz Neroberger“ 

Zu jeder dieser Stationen gibt es Führungen mit umfangreichen Informationen.

 

Tourstart ist von Mai bis Oktober

Länge:  35km     Dauer: 5,5h     Start: Mo & Fr 10.00Uhr    Preis: 33€ inkl. Mietrad    Ermäßigt*: 31€ inkl.Mietrad

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Gäste die mit dem eigenen Fahrrad anreisen bekommen eine 5€ Ermäßigung
* Ein ermäßigter Preis gilt für Schüler und Studenten, sowie Schwerbehinderte (Bitte Nachweis mitbringen).

 

 

 

Unsere City-Bikes, der Marke Kalkhoff, sind an Sattel und Garbel gefedert und haben eine, für den Gebrauch in der Stadt, optimale Ausstattung. Die 7 Gang Nabenschaltung funktioniert auch unter Belastung, man braucht beim Schalten also auf nichts zu achten.
Durch die integrierte Rücktrittsbremse sind die Fahrräder noch zusätzlich für eine leichte Handhabung geeignet. 
Eine 28“ City Plus Bereifung (unplattbar) sorgt für einen reibungsarmen Lauf und garantiert somit, dass die Anstrengung des Fahrers minimal gehalten wird.
Alles in allem ideal für eine BERLIN BIKE TOUR.